Donnerstag, 15. Oktober 2026

[Rezension] When we were Monsters von Jennifer Niven

Autorin: Jennifer Niven
Verlag: Fischer Sauerländer
Originalsprache: Englisch
Übersetzung: Maren Illinger
Kategorie: Young Adult/ Spannungsroman
Ab 14 Jahren
Standalone
464 Seiten
Hardcover 20,00€ (D), E-Book 14,99€ (D) 
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*Dieses Buch hat mir der Fischer Verlag freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung bleibt natürlich vollkommen ehrlich.*



Acht Eliteschüler nehmen an einem exklusiven Schreibseminar in einem abgeschiedenen Herrenhaus teil. Unter ihnen Effy und Arlo, deren komplizierte Liebesgeschichte dort vor Jahren begann und nun neu entflammt. Ihre Dozentin ist die brillante, aber eiskalte Bestsellerautorin Meredith Graffam. Was als Lektion im „Immersive Storytelling“ beginnt, entwickelt sich schnell zu einem perfiden Psychospiel. Graffam will ihren Schülern die dunkelsten Geheimnisse entlocken. Als ein Schneesturm die Gruppe von der Außenwelt abschneidet, wird aus dem Spiel tödlicher Ernst …



Das Cover finde ich wunderschön, es ist so atmosphärisch und passend zur Geschichte, dass ich es während des Lesens immer wieder anschauen musste. Innen befinden sich auch einige besondere Seiten mit Listen, insgesamt eine sehr schöne, hochwertige Bindung.




Als Jugendliche habe ich viele Spannungsromane mit Schulsetting gelesen und hatte große Lust, das mit diesem Buch wieder aufleben zu lassen. Wir befinden uns zwar nicht direkt in einer Schule, besuchen aber gemeinsam den Januarkurs einer renommierten Schule, um nachfolgend gute Chancen zu haben, die eigene Kunst durch ein Stipendium voranzubringen.
Doch im Januarkurs mit der prominenten Schriftstellerin Meredith Graffam zeigt sich durch ihre unkonventionellen Methoden recht schnell, dass das kein gewöhnlicher Schreibkurs wird...

Der Januarkurs findet in einem alten Herrenhaus neben einem Wald statt, was schon mal die perfekte Kulisse für einen Spannungsroman bietet.
Der Schreibstil von Jennifer Niven ist dabei sehr atmosphärisch, unterschwellig spannend und etwas bedrohlich, perfekt für den Herbst. Der Plot ist an sich gar nicht super groß und spannungsgeladen, manchmal hätte es auch ein bisschen zügiger vorangehen können, aber die Spannung zwischen den Zeilen und im Hintergrund ist mega gelungen, ich hatte beim Lesen nicht nur einmal Gänsehaut.


Die Jugendlichen, die ausgewählt wurden, sind alle sehr verschieden und sehr tiefgründig gezeichnet, mit ebenso liebenswerten wie unangenehmen Facetten.
Wir bekommen die Geschichte hauptsächlich aus der Perspektive von Effy und Arlo erzählt, die vor einiger Zeit etwas miteinander angefangen haben, bis Arlo die Schule plötzlich verließ. Die beiden bieten spannende, sehr unterschiedliche Perspektiven auf die Zeit des Januarkurses und es gibt dadurch gute Abwechslung.

Am Ende spitzt sich dann alles zu und das Brodeln unter der Oberfläche führt zur Explosion. Ich fand besonders die letzten 100 Seiten richtig spannend und auch wirklich gut, wie die Handlung geendet ist.


"When we were monsters" ist ein gelungener YA Spannungsroman mit einer unterschwellig spannenden und düsteren Atmosphäre und einem Knallerende. Wer gerne etwas Schauriges für den Herbst sucht, aber mit spannenden Charakterstudien, der kann sich hiermit perfekt einkuscheln. Besonders für den Herbst zu empfehlen! 🍂




Alles Liebe