Montag, 28. Mai 2018

[Rezension] Ein kleines Wunder würde reichen von Penny Joelson

Hallo ihr Lieben,

Ende des Mais kommen wir zu einer Rezension eines absoluten Highlight Buches in diesem Frühjahr- ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Lesen und Kommentieren!

*Dieses Buch wurde mir als kostenloses Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt. Meine Meinung ist und bleibt natürlich meine eigene*





Autorin: Penny Joelson
Verlag: Fischer FJB
Seitenzahl: 320 Seiten
Genre: Gegenwartsliteratur/Jugendbuch


Themen: Krankheit, (Pflege)familie, Forschung, Kommunikation, Geheimnis, Freundschaft, Hoffnung 
Gebundene Ausgabe: 16,99€ (D)

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»Ich kann mich nicht bewegen, und ich kann nicht sprechen. So ist es schon mein Leben lang. Manche Leute reden über mich, als sei ich gar nicht da. Das hasse ich. Andere weihen mich in ihre Geheimnisse ein…«
Jemma kennt ein schreckliches Geheimnis: In ihrer Nachbarschaft ist ein Mord passiert, und sie weiß, wer es getan hat. Denn die Leute erzählen ihr Dinge, weil Jemma nichts weitersagen kann. Sie ist vollständig gelähmt und kann sich weder bewegen noch sprechen. Aber Jemma entgeht nichts. Als sie mit dem furchtbaren Geheimnis konfrontiert wird, ist sie völlig hilflos. Jemma weiß, dass ihr nur ein kleines Wunder helfen kann. Und sie ist fest entschlossen, alles für dieses Wunder zu tun (Quelle: Amazon.de/ Mai 2018). 


Ich kleines Coveropfer habe natürlich bei diesem wunderschönen Titelbild sofort zur Wunschliste greifen müssen. Ich liebe die Kombi aus schlichtem Grunddesign und diesen Farbakzenten der Regenwolken- ein Traum und wieder mal ein riesiges Lob an den Fischer Verlag


 
Wir sehen die Welt in dieser Geschichte mit den Augen der 14-jährigen Jemma, die bei einer Pflegefamilie lebt, zusammen mit zwei weiteren Kindern- dem kleinen Finn, der schwer autistisch ist, und der temperamentvollen Olivia, die erst vor kurzem in die Familie aufgenommen wurde.
Das Besondere ist, dass Jemma an einer seltenen Krankheit leidet, durch die sie weder ihre Gliedmaßen und den Kopf bewegen kann, noch in irgendeiner Weise in der Lage ist, zu sprechen oder anderweitig zu kommunizieren. Dagegen funktioniert ihr Gehirn aber gut und sie bekommt alles in ihrer Umwelt mit. Doch eines der großen Mankos von Jemma ist es, dass sie durch ihre hervorragende Beobachtungsgabe mehr mitbekommt als andere, es aber niemandem mitteilen kann. Und was passiert, wenn nur Jemma weiß, wer den Nachbarsjungen ermordet hat? Dann muss sie es irgendwie schaffen, es der Außenwelt mitzuteilen- aber kann das klappen? 


Ich wollte mal wieder eine etwas andere Geschichte lesen und finde es super spannend, neue Krankheitsbilder kennenzulernen und darüber zu lesen, wie stark und inspirierend die Charaktere mit ihrem Schicksal umgehen und die Welt aus ihrer Sicht wahrnehmen. In dieser Geschichte wird nach meiner Auffassung laut Klappentext eine Mischung aus Thriller und Jugendbuch angepriesen, ich persönlich sah den Fokus deutlich mehr auf Jemma und ihrem Leben mit der Krankheit.

Es ist unheimlich interessant gewesen, Jemmas Familie kennenzulernen. Mutter und Vater sind schon alleine deshalb zu bewundern, da sie drei äußerst schwierige und intensiv pflegebedürftige Kinder aufgenommen haben und nun so liebevoll mit ihnen umgehen. Ob man tatsächlich über viele Jahre so aufopfernd und selbstlos für diese Kinder da sein kann, ohne ab und zu die Nerven zu verlieren, wie es hier dargestellt wird, bezweifle ich etwas. Dennoch sind die beiden definitiv wundervolle Eltern, die ihren Job große Klasse machen und die meinen Respekt für Pflegeeltern mit großem Engagement nur noch mehr gesteigert haben.
Neben dem alltäglichen Leben mit der Krankheit werden Jemma im Lauf der Geschichte noch so einige Möglichkeiten und Überraschungen eröffnet, die die Story abwechslungsreich und bunt machten. Man könnte meinen, es würde Langeweile aufkommen, wenn man im Kopf eines Mädchens steckt, das sich nicht mitteilen kann, aber dem ist gar nicht so. Ich habe sehr mit der Jugendlichen mit gefiebert und ihre Gedanken in mich aufgesogen- zum Teil wunderschöne Zitate und Denkanstöße! Sie hat eine so liebevolle Art und ist ein wundervolles Mädchen, dem man um alles in der Welt helfen möchte, da sie so viel zu geben und zu sagen hat. Der Aspekt mit dem Mord in der Nachbarschaft ist auch spannend. Es verdeutlicht sehr gut, was es bedeutet, sich nicht ausdrücken zu können. Die Menschen vertrauen Jemma Geheimnisse an, die sie keinem je erzählen kann, was einerseits wertvoll ist, andererseits unglaublich frustrierend sein kann, wie Jemma häufig deutlich macht.

Der Schreibstil tut sein übriges, um Jemmas Geschichte trotz mangelnder Kommunikation spannend zu gestalten. Die kurzen Kapitel und der lockere, unkomplizierte Stil der Autorin haben mich das Buch sehr fix weglesen lassen. Die Story bekommt immer mehr Elemente, die den Lesefluss aufrechterhalten und kleine Cliffhanger das Buch einfach total aufregend machen, was ich zu Anfang gar nicht gedacht hätte. Ich wurde positiv überrascht und empfand die Geschichte als perfekten Grad zwischen "Alles an wichtigen Informationen bekommen" und "Kurze und knackige Sätze zum leichten Lesen".  

Insgesamt gefällt mir die Umsetzung des Buches sehr gut. Ich wurde toll unterhalten, habe viel gelernt und wundervolle Figuren kennenlernen dürfen. Insbesondere Olivia, Finn und Pflegerin Sarah waren neben Jemma super coole Charaktere, über die ich gerne noch viel, viel mehr erfahren hätte. Ein Perspektivenwechsel, wie es bei dem Buch "Wunder" gemacht wurde, hätte diesem Buch mehr Facetten gegeben, die Geschichte auch aus der Sicht der Eltern, der Pflegerin oder von Finn und Olivia zu sehen. Dennoch ist Jemma natürlich eine tolle Protagonistin und der Fokus deshalb auf ihr Krankheitsbild und die Suche nach einer Kommunikationsmöglichkeit gelegt.
Die Botschaft des Buches ist aufrüttelnd und wunderschön. Ich habe die Zeit mit der Geschichte sehr genossen und bin froh, diese Geschichte der besonderen Art kennengerlernt zu haben und manchmal an Jemma zurückzudenken und von ihren Gedanken und Taten inspiriert zu sein.

Penny Joelson hat mit diesem etwas anderen Jugendbuch gleichermaßen über eine Krankheit informiert und aufgerüttelt, aber ebenso eine spannende Familiengeschichte mit Herz erzählt. Meine recht niedrigen Erwartungen wurden sehr übertroffen, da ich die Charaktere sehr lieb gewonnen habe und zu keiner Zeit gelangweilt wurde. Ich wünsche mir von der Autorin unbedingt noch mehr Bücher dieser Art, durch die ich etwas neues lernen kann, emotional berührt werde und gleichzeitig einen spannenden Leseabend genießen kann. Ich empfehle dieses süße Buch jedem Jugendbuch Liebhaber (all age) und Menschen, die sich für dieses Krankheitsbild interessieren, oder die mal wieder tief berührt werden wollen von einem sehr menschlichen Buch mit viel Herz und Wärme...

Alles Liebe









































Freitag, 11. Mai 2018

[News] Veränderungen sind was Gutes?

Hallo ihr Lieben,

lange Zeit schon gab es keinen "Laber Post" mehr, in dem wir uns in den Kommentaren einfach mal austauschen können, wie euch mein Blog und insbesondere einige Änderungen so gefallen, die sich in den letzten Monaten hier im Buchlabyrinth so eingeschlichen haben.
Sei es die Instagram Connection unten, der rezensionslastige Feed oder das Einbinden meiner Fotoshootings und Produktwerbung außerhalb der Bücherwelt- vieles hat sich verändert.

Deshalb wollte ich mit diesem Post gerne wieder mehr mit euch ins Gespräch kommen und den Austausch über Go's und NoGo's als Inspiration nutzen, den Blog weiterhin auch zu eurem zu machen, damit wir hier entspannt über Bücher und Co. schreiben und diskutieren können.

Der Austausch auf diesem Blog hier ist in letzter Zeit etwas weniger rege, was ich in Zeiten von Instagram und YouTube absolut verstehen kann (ich liebe sie ja auch!) - warum eine ellenlange Rezension lesen, wenn ich auch in einem Video erfahren kann, wie dieses Buch bei den Leserinnen und Lesern ankommt?! Das geschriebene Wort hat es nicht leicht, gegen andere Social Medias anzukommen, umso schöner, das wir als Community es weiterhin in Buchform schätzen und kräftig unterstützen!

Zudem gibt es unter den Rezensionen von mir auf dem Blog direkt keine Bewertung mehr in Form von Punktwerten. Wieso ich mich dazu entschieden habe, erklärt Charlie auf ihrem inspirierenden Blog so treffend und zum Nachdenken anregend, dass ich sie hier gerne verlinken möchte, anstelle das ganze in meinen deutlich weniger prägnanten Worten in die Tasten zu hämmern. :D *klick*

Deshalb meine Frage an euch: Was wünscht ihr euch vom Buchlabyrinth? 
Sollen wieder mehr buchbezogene andere Posts wie TAGs oder Neuzugänge kommen? Mögt ihr auch Beiträge zu Fotografie und anderen Themen, die mich im Alltag beschäftigen (Make up, Filme & Serien etc.) oder soll dies hier lieber reines BUCHlabyrinth bleiben?

Die Kopplung mit Instagram habe ich bewusst hergestellt, um auch meine anderen Interessen und den ganz normalen Alltag mit diesem Blog hier verknüpfen zu können und euch mehr aus meinem Leben zu zeigen, in Zeiten von Klausurenstress ist es meistens einfacher, fix ein Bild zu posten, statt einen langen Post zu schreiben. Dabei kann ja jeder selbst für sich entscheiden, ob das für ihn Mehrwert hat oder er lieber reiner Blog Follower bleibt.

Bitte tauscht euch mit mir aus und verratet mir, was euch dazu auf der Seele brennt in den Kommentaren- ich bin euch super dankbar!

Alles Liebe

Mittwoch, 9. Mai 2018

[Rezension] Ein Sommer auf gut Glück von Morgan Matson

Hallo ihr Lieben,
heute gibt es passend zum Wetter schon mal eine Einstimmung auf den kommenden Sommer. Morgan Matson legt wieder los mit einem typischen Balkon- Strand- Sommerroman, der auf jeden Fall einen Blick wert ist!











Autorin: Morgan Matson

Verlag: cbt
Originaltitel: The unexpected everything 
Seitenzahl: 688 Seiten
Genre: Jugendbuch

Empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren 

Themen: Sommer, Universität, Selbstfindung, Zukunftspläne, Berühmtheit, Liebe, Freundschaft, Hunde, Erwachsenwerden

Kaufen?  Kaufen bei Amazon.de 

Gebundene Ausgabe: 9,99€ (D)


Das wunderbare Chaos der ersten Liebe

Die Sommerferien stehen vor der Tür und Andie hat alles geplant: einen Sommerkurs an einer renommierten Uni als perfekte Vorbereitung auf das Medizinstudium. Kein Problem – mit ihren guten Noten und einem bekannten Politiker als Vater. Doch als ein Skandal ihren Vater zum Rücktritt zwingt und der „befreundete“ Rektor der Eliteuni seine Empfehlung zurückzieht, steht Andie zum ersten Mal in ihrem Leben ohne Plan da. So beginnt ein Sommer, in dem sie Dinge tut, die sie nie zuvor getan hat: Sie führt Hunde aus, verbringt Zeit mit ihrem Vater – und lässt den süßen Clark weiter in ihr Herz, als sie vorhatte. Aber kann das länger halten als einen Sommer? (Quelle: Amazon.de/ Mai 2018).

Das Cover schreit Sommer, Sonne, Hunde und definitiv CBT! Inzwischen sind die Fotocover so gang und gebe und auch, wenn ich mich niemals vollkommen damit anfreunden werde, weil mir das einfach zu wenig aussagekraft hat und kaum kreativ ist, ist es in diesem Fall okay. Dieses Design passt zu den Morgan Matson Büchern sehr gut und zieht sich ja auch durch alle Bücher der Autorin. Ich war nur überrascht, dass das Cover plötzlich glänzend ist- wo ist meine matte Oberfläche hin?! Ist das jetzt immer so, cbt?- ich bleibe gespannt. Das Originalcover finde ich dennoch peppiger...

Andies Sommer verspricht einfach klasse zu werden. Die Einserschülerin wird ihr Traumstudium der Medizin antreten und will sich in einem Sommerkurs schon mal prima vorbereiten. Doch es kommt alles anders, als ihr Vater, der in der Politik bisher große Erfolge feiern konnte, plötzlich in den Medien zerissen wird. Schwupps ist ihre Zusage von der Uni wieder weg und die Ferien scheinen sich in eine Katastrophe zu verwandeln- oder?

Ich habe schon ziemlich lange auf einen neuen Matson gewartet, weil die inzwischen einfach zu meinem Sommer gehören. Den Vorletzten (Vergiss den Sommer nicht) fand ich nicht ganz so toll, dafür konnte mich "Dreizehn Wünsche für einen Sommer" ziemlich begeistern.
Wenn wir ehrlich sind, bringen diese Bücher nicht wirklich vollkommen neue Themen auf den Tisch, der Ausgang der Geschichten ist meistens nicht besonders überraschend und eigentlich kann man sich oft den Klappentext sparen, weil es immer einen ähnlichen Plot gibt. Aber wieso liebe ich diese Bücher dann so?
Trotz der eigentlich ziemlich ausgelutschten Themen ziehen mich diese Geschichten Buch für Buch in ihren Bann und ich liebe es, am amerikanischen Sommer der Protagonistinnen teil zu haben und alle Klischees zu durchleben, die diese Welt zu bieten hat. Von dem süßen Summerboy, der ganz plötzlich auftaucht, bishin zu einer Misere, die am Schluss der Geschichte doch alles zum Guten wendet ist meistens alles dabei. Im Sommer und für eine luftig-leichte Lektüre a la "Balkonschmökerei" mag ich diese sorgenfreie Stimmung, dieses entspannte Weglesen von hier, sage und schreibe, bald 700 (!) Seiten.
Ganz so überspitzt, wie ich es dargestellt habe, sind die Matson Bücher tatsächlich nicht. Es gibt nämlich immer noch die ein oder andere Besonderheiten, süße Details und lustige Szenen, die den 0815 Plot mächtig auflockern und auch die ein oder andere Wendung herbeizaubern.

So unspektakulär meine Meinung hier klingen mag, ich bin tatsächlich nach wie vor begeistert von diesen Sommer Lektüren und kann sie jedem wärmstens empfehlen, der auf authentische Figuren und jede Menge amerikanische Sommerstimmung steht.
In dieser Geschichte spielen auch ein paar ernstere Themen mit rein, zum Beispiel das Leben von Andies Vater in der Öffentlichkeit und in den Medien, Andies Ängste und Sorgen bezüglich ihres Traumstudiums und der Zukunft. Der Aspekt mit dem Gassi gehen der Hunde fand ich übrigens auch super witzig und hat dem Buch definitiv Wiedererkennungswert verliehen. Die Liebesgeschichte war okay, mit persönlich geht das immer alles etwas zu schnell, die Stimmung ist ein bisschen zu rosarot und die Probleme lösen sich immer etwas zu plötzlich wieder in Luft auf. Dennoch unterhaltsam und wie gewohnt typisch matson-mäßig. 

Jeder, der Morgan Matson kennt und liebt wird um dieses Buch sowieso nicht drum herum kommen. Fans werden definitiv nicht enttäuscht, auch, wenn niemals irgendein Sommerbuch an "Amy on the summer road" heranreichen wird. Dennoch darf sich dieses Buch erhobenen Hauptes in die Reihe der sommerlichen Matson Schmöker einreihen und hat mir herrlich unterhaltsame Lesestunden in der Mai Sonne beschert!


Alles Liebe












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