Dienstag, 3. November 2026

[Rezension] To Break a God von Anna Benning

Autorin: Anna Benning
Verlag: Fischer
Originalsprache: Deutsch
Kategorie: Romantasy
3. Band der Götterlicht Saga (3/3)
544 Seiten
Gebundene Ausgabe 21,90€ (D), E-Book 14,99€ (D) 

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*Dieses Buch hat mir der Fischer Verlag freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung bleibt natürlich vollkommen ehrlich.*



Die Götter zwangen sie in die Knie.

Jetzt entscheidet sie über ihre Rettung … oder ihren Untergang.

Seit Cassius Aurora entführt hat, spürt sie, wie sie sich selbst immer mehr verliert. Als seine Valet ist sie magisch an ihn gebunden und kann weder fliehen … noch sich der Macht des Atherionzepters entziehen, die sie von Tag zu Tag mehr vereinnahmt. 

Während Colden als neuer Herrscher über die Götter verzweifelt nach Aurora sucht, gerät die Ordnung in Silver City ins Wanken. Im Verborgenen wächst eine Bewegung, die nicht nur Coldens Sturz, sondern die Rückkehr uralter Schöpfer herbeisehnt. Und Aurora ist der Schlüssel zu ihrer Befreiung.

Zwischen Cassius, der etwas Größeres in ihr sieht, und Colden, der eine Version von ihr liebt, die kaum noch existiert, muss Aurora eine Entscheidung treffen. Und diese wird nicht nur über das Schicksal der Welt bestimmen, sondern auch darüber, wessen Leben sie bewahren kann – und wen sie vielleicht für immer verliert …

(Quelle: fischer-sauerlaender.de/ Oktober 2026)



Die gesamte Reihe ist wunderschön aufgemacht, außen wie innen. Mir gefallen die Schutzumschläge am besten, aber auch das eingebundene Pageoverlay ist ein Highlight der Ausgabe. Mein Favorit vom Cover her bleibt Band 2, aber keiner muss sich hier verstecken.


Ich mag Fantasy mit mythologischem Einschlag immer sehr gerne und Anna Benning hat hier eine frische Interpretation von Göttern erschaffen. Wir haben Silver City als Setting, wo die Götter den Menschen das Licht genommen haben und sie wie Sklaven zur Belustigung der Götter gehalten werden.
In Band 1 und 2 ist schon einiges passiert, auf das ich hier nicht näher eingehen werde wegen der Spoiler. Obwohl Band 2 von Trilogien ja häufig etwas schwächer ist, hat mich "To Love a God" schon super begeistert und ich war bereit fürs Finale.

Obwohl es einen Rückblick am Anfang gab, was ich grundsätzlich total liebe, hatte ich ein bisschen Probleme, wieder in die Geschichte reinzukommen, das wurde dann aber wieder von Seite zu Seite besser. Es geht rasant weiter, mit vielen Schauplatzwechseln. Im Zentrum der Handlung steht hier ein epischer Kampf, die Liebesgeschichte ist dabei eher subtil weitererzählt, was ich sehr angenehm fand. Es gab ein paar Twists und tolle emotionale Beschreibungen.

Die Figuren entwickeln sich nochmal ein ganzes Stück weiter und besonders Protagonistin Aurora, die ich eh schon ganz toll fand, macht hier nochmal große Sprünge in ihrer Reife und ihrer Identität. Die Nebenfiguren sind mir ans Herz gewachsen und besonders hervorheben möchte ich die Geschwisterbeziehung von Aurora und ihrem Bruder, die auch hier sehr sensibel aufgegriffen fand.

Das Ende war gut, ich hatte mir aber noch ein bisschen mehr "Wow" erwartet. Nichtsdestotrotz ist das Ende der Trilogie absolut würdig und auch den Epilog fand ich sehr gut, um die Geschichte abzurunden.



Mit "To Break a God" endet die wunderschöne Romantasy "Götterlicht" Saga von Anna Benning und bereits die dritte Trilogie, die ich sehr geliebt habe. Ich kann all ihre Bücher sehr empfehlen und wer Lust auf Götter-Fantasy mit einem dystopischen Touch hat, der sollte hier anfangen!










Alles Liebe

Freitag, 23. Oktober 2026

[Rezension] Under the Iron Sky von A. T. Emerald

Autorin:
A. T. Emerald
Verlag: Forever
Originalsprache: Englisch
Übersetzung:  Isabella Giusto & Sybille Uplegger
Kategorie: Fantasy
Standalone?
544 Seiten
Gebundene Ausgabe 24,00€ (D), E-Book 19,99€ (D) 
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*Dieses Buch hat mir der Forever Verlag freundlicherweise über vorablesen.de als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung bleibt natürlich vollkommen ehrlich.*




Sie ist das Licht. Er ist die Dunkelheit. 

Sorayas Heimat war einst wunderschön – bis der Eiserne Himmel die Sonne verschlang und die feindlichen Dar'rak den Krieg eröffneten. Als Kommandantin kämpft Soraya an vorderster Front für die Menschen und kennt Schmerz besser als alles andere. Als sie von dem gefürchtetsten Dar'rak Soldaten, dem Dämon, gefangen genommen wird, gerät ihre Disziplin allerdings ins Wanken. Sein Auftrag: Soraya brechen und die verborgene Waffe der Menschen finden. Je näher sich beide kommen, desto mehr verschwimmt die Grenze zwischen Verhör und Vertrauen...  (Quelle: ullstein.de/ Oktober 2026)



Das Cover ist eher schlicht gehalten, dafür geht es darunter richtig zur Sache. Wir haben sowohl einen wunderschönen Wendeumschlag mit Character Art und einen atmosphärisch bedruckten Einband, auf dem wir den roten Nebel und den Turm von Belvador sehen. Die gesamte Aufmachung fängt die unverkennbare Mischung der Geschichte sehr gut ein - ein bisschen Science Fiction, Highfantasy und Enemies to Lovers Romance.



Ich wusste zuerst gar nicht, dass es sich hier um eine Dramione Vorlage gehandelt hat, davon merkt man nicht mehr allzu viel. Die Autorin hat hier eine sehr düstere, atmosphärische Welt geschaffen, in der sich hell und dunkel, (vermeintlich) gut und böse bekriegen. Unsere Helden stammen von den verschiedenen Seiten und treffen erst mals aufeinander, sodass sie voneinander lernen können und sich nicht nur auf die Geschichte ihrer Völker verlassen.

Das Buch wird häufig mit "Alchemised" in einem Zug genannt und das kann ich verstehen. Zum einen haben wir auch hier eine düstere Nachkriegswelt, zum anderen geht es um verfeindete Seiten und auch Erinnerungen spielen in beiden Geschichten eine wichtige Rolle. Wenn wir den Vergleich schon anstellen, kann ich sagen, dass ich "Under the Iron Sky" noch mehr mochte als "Alchemised", weil ich die Figuren noch tiefgründiger fand und mir die Welt und das Erzähltempo besser gefallen hat. Aber wenn ihr einfach diesen Stil mochtet und das Worldbuilding, dann wird auch dieses Buch etwas für Euch sein.

Ich fand das Buch wirklich ganz besonders, durch seinen Stil, die eher gemächliche Erzählweise, aber ohne dass es je langweilig wurde. Unsere Protagonisten Soraya und Ikarus sind einfach sehr vielschichtig, wirkliche (!) Enemies und so geprägt durch ihre Herkunft, dass sie eine große Entwicklung durchmachen, ganz allmählich zueinander hin. Dabei haben wir eine großartige Tension, wie aus Kampfhandlungen und zufälligen Berührungen langsam mehr wird. 🔥

Je weiter die Geschichte voranschreitet, desto actiongeladener wird es nochmal.
Es gab ein paar krasse Twists und ich kann es kaum erwarten, in der Reihe weiterzulesen!



"Under the Iron Sky" hat mir alles geboten, was ich mir von Dark Romantasy erhoffe, und noch mehr. Eine bildgewaltige, dystopische Welt, zwei verfeindete Kämpfer, die auf Augenhöhe miteinander konkurrieren, und eine super spannende Plotentwicklung. Wenn ihr was wirklich originelles lesen möchtet, dann schaut euch diesen Reihenauftakt an.

Alles Liebe


Donnerstag, 15. Oktober 2026

[Rezension] When we were Monsters von Jennifer Niven

Autorin: Jennifer Niven
Verlag: Fischer Sauerländer
Originalsprache: Englisch
Übersetzung: Maren Illinger
Kategorie: Young Adult/ Spannungsroman
Ab 14 Jahren
Standalone
464 Seiten
Hardcover 20,00€ (D), E-Book 14,99€ (D) 
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*Dieses Buch hat mir der Fischer Verlag freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung bleibt natürlich vollkommen ehrlich.*



Acht Eliteschüler nehmen an einem exklusiven Schreibseminar in einem abgeschiedenen Herrenhaus teil. Unter ihnen Effy und Arlo, deren komplizierte Liebesgeschichte dort vor Jahren begann und nun neu entflammt. Ihre Dozentin ist die brillante, aber eiskalte Bestsellerautorin Meredith Graffam. Was als Lektion im „Immersive Storytelling“ beginnt, entwickelt sich schnell zu einem perfiden Psychospiel. Graffam will ihren Schülern die dunkelsten Geheimnisse entlocken. Als ein Schneesturm die Gruppe von der Außenwelt abschneidet, wird aus dem Spiel tödlicher Ernst …



Das Cover finde ich wunderschön, es ist so atmosphärisch und passend zur Geschichte, dass ich es während des Lesens immer wieder anschauen musste. Innen befinden sich auch einige besondere Seiten mit Listen, insgesamt eine sehr schöne, hochwertige Bindung.




Als Jugendliche habe ich viele Spannungsromane mit Schulsetting gelesen und hatte große Lust, das mit diesem Buch wieder aufleben zu lassen. Wir befinden uns zwar nicht direkt in einer Schule, besuchen aber gemeinsam den Januarkurs einer renommierten Schule, um nachfolgend gute Chancen zu haben, die eigene Kunst durch ein Stipendium voranzubringen.
Doch im Januarkurs mit der prominenten Schriftstellerin Meredith Graffam zeigt sich durch ihre unkonventionellen Methoden recht schnell, dass das kein gewöhnlicher Schreibkurs wird...

Der Januarkurs findet in einem alten Herrenhaus neben einem Wald statt, was schon mal die perfekte Kulisse für einen Spannungsroman bietet.
Der Schreibstil von Jennifer Niven ist dabei sehr atmosphärisch, unterschwellig spannend und etwas bedrohlich, perfekt für den Herbst. Der Plot ist an sich gar nicht super groß und spannungsgeladen, manchmal hätte es auch ein bisschen zügiger vorangehen können, aber die Spannung zwischen den Zeilen und im Hintergrund ist mega gelungen, ich hatte beim Lesen nicht nur einmal Gänsehaut.


Die Jugendlichen, die ausgewählt wurden, sind alle sehr verschieden und sehr tiefgründig gezeichnet, mit ebenso liebenswerten wie unangenehmen Facetten.
Wir bekommen die Geschichte hauptsächlich aus der Perspektive von Effy und Arlo erzählt, die vor einiger Zeit etwas miteinander angefangen haben, bis Arlo die Schule plötzlich verließ. Die beiden bieten spannende, sehr unterschiedliche Perspektiven auf die Zeit des Januarkurses und es gibt dadurch gute Abwechslung.

Am Ende spitzt sich dann alles zu und das Brodeln unter der Oberfläche führt zur Explosion. Ich fand besonders die letzten 100 Seiten richtig spannend und auch wirklich gut, wie die Handlung geendet ist.


"When we were monsters" ist ein gelungener YA Spannungsroman mit einer unterschwellig spannenden und düsteren Atmosphäre und einem Knallerende. Wer gerne etwas Schauriges für den Herbst sucht, aber mit spannenden Charakterstudien, der kann sich hiermit perfekt einkuscheln. Besonders für den Herbst zu empfehlen! 🍂




Alles Liebe

Mittwoch, 14. Oktober 2026

[Rezension] Pumpkin Spice Ghost von Lea Melcher

Autorin: Lea Melcher
Verlag: Selfpublishing
Originalsprache: Deutsch
Kategorie: Romantasy/ cozy Fantasy/ Second Chance Romance
Standalone aus dem Snickerford Universum
318 Seiten
Taschenbuch 16,99€ (D), E-Book 7,99€ (D) 
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*Dieses Buch hat mir die liebe Lea freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung bleibt natürlich vollkommen ehrlich.*



Die Schulpsychologin Stella Moretti glaubt an Fakten, Logik und die heilende Kraft der Gemütlichkeit. Doch ihr neuer Job an der Quintrell Academy bringt ihre Welt gehörig ins Wanken: Das alte Internat ist eine Hexenschule und ein Geist treibt dort sein Unwesen! Bei diesem handelt sich ausgerechnet um Bennett, ihren Ex-Freund, der vor einem Jahr spurlos verschwunden ist.

Bennett ist charmant, gutaussehend … und leider ziemlich tot. Gemeinsam mit einem Hexenzirkel, einer frechen Fledermaus und jeder Menge Kürbispunsch kommen Stella und Bennett einem Mordkomplott auf die Spur. Denn nur wenn sie seinen Mörder finden, kann Bennett endlich Frieden finden.

Zwischen Spuk, Hexerei und knisternden Gefühlen bekommt ihre Liebe eine zweite Chance. Aber sollte Stella ihr Herz wirklich noch einmal öffnen, wenn Bennetts Tage auf dieser Erde ohnehin gezählt sind?



Bei Leas Büchern müssen wir eigentlich nicht mehr darüber reden, WIE schön die einfach sind, oder? Jedes ist ein kleines Kunstwerk mit dem wunderschönen Cover, den Innenillustrationen und dem Farbschnitt. "Pumpkin Spice Ghost" hat mich auch direkt wieder sehr angesprochen vom Thema her. I mean Second Chance mit einem Geist - muss ich mehr sagen?!



In "Pumpkin Spice Ghost" geht es zurück nach Snickerford und ich liebe dieses Universum einfach so sehr. Wir kehren zurück zu unserem Hexenzirkel, Millie, Remington und natürlich Maus! 🦇

Dadurch, dass ich alle vorherigen Snickerford Bücher kannte, war es besonders schön, kleine Hinweise auf die vorherigen Bücher zu entdecken, es ist aber kein Vorwissen nötig, die Geschichte funktioniert für sich und spoilert etwas auf die anderen Romances. Kennt man alle Snickerford Romane ist es natürlich am besten und jedes mal wie nach Hause kommen. 


Leas Schreibstil ist wie bei all ihren Büchern leicht und fluffig, mit einer guten Prise Humor und vielen herzerwärmenden Momenten, ich vergleiche die Atmosphäre ihrer Bücher immer gerne mit heißem Kakao (oder in diesem Roman Kürbispunsch 🤭).

Auch hier ist es wieder Herbst und die perfekte Halloweenstimmung, es wird sogar Halloween gefeiert und wie in Snickerford üblich liegen überall Kürbisse herum.


Hier ist der Hauptschauplatz die Hexenschule von Snickerford, so haben wir auch etwas Academia Feeling mit altem Schloss und natürlich unserem Schlossgeist als Protagonisten.


Da kommen wir auch schon zu den Figuren. Unsere weibliche Protagonistin ist Schulpsychologin Stella, die neu nach Snickerford kommt, um an der Schule zu arbeiten. Das Problem: Stella weiß nicht, dass es sich um eine Hexenschule handelt und es Magie gibt, sodass sie erst mal ganz schön verwirrt ist. Ihr Ex-Freund Bennett hat vor einem Jahr aus heiterem Himmel mit ihr Schluss gemacht, und plötzlich taucht er als Geist ebenfalls in Snickerford auf. Was hat es damit auf sich?

Ich fand Stella und Bennett super sympathisch und gerade als Psychologin konnte ich mich mit Stella besonders gut identifizieren. Beide haben genau die richtige Menge Background Geschichte. Millie und die anderen Charaktere aus Snickerford sind natürlich so sympathisch wie eh und je, ich liebe unseren Hexenzirkel so sehr und hoffe, dass die ein oder andere noch ihre Spin-off Geschichte bekommt.


Der Plot konnte mich in Teilen sogar noch überraschen, denn durch Bennetts Tod haben wir auch einen Murder Mystery Anteil in der Geschichte, den ich so nicht habe kommen sehen. Am Ende habe ich das Buch wieder mit einem wohligen Lächeln zugeklappt.


"Pumpkin Spice Ghost" reiht sich in die warmherzigen Snickerford Romane ein und steht den bisherigen in nichts nach. Ich kann euch alle Bücher von Lea sehr ans Herz legen. Wenn ihr gerne Murder Mystery mögt und die Romance mit einem Geist als Love Interest besonders reizvoll findet, dann könnt ihr auch super mit diesem Roman starten.


Alles Liebe