Samstag, 21. Januar 2023

Meine Reihen für 2023

Hallo ihr Lieben,

heute zeige ich euch meine Auswahl für die Reihen-Challenge diesen Jahres. Da ich in 2022 recht erfolgreich damit war, möchte ich in 2023 wieder einige Reihen beenden. Viel Spaß bei diesem Post!


Dieses mal habe ich zwar ein paar weniger Reihen ausgewählt, sechs um genau zu sein, dafür ist aber noch keine davon angefangen.


Eine Trilogie, die 2023 mit dem Erscheinen des finalen Bandes erst noch vervollständigt wird, ist "Kingdom of the Wicked" von Kerri Maniscalco. In meiner aktuellen Fantasy-Laune spricht mich diese Reihe sehr an, besonders wegen des italienischen Settings und dem Plot, dass Emilia ihre Schwester rächen möchte. Zu dem "Enemies to Lovers" Strickmuster habe ich gemischte Gefühle, aber ich lasse mich gerne positiv überraschen. Band 1 und 2 sind bereits in den wunderschönen Chest of Fandoms-Ausgaben bei mir eingezogen, also los geht's.


Kommen wir zu den beiden Dilogien auf meiner Liste.

"Sisters of the Sword" von Tricia Levenseller ist Ende 2022 vollständig erschienen und ich warte aktuell noch auf die Lieferung der Bücherbüchse-Sonderausgabe zu Band 2. Hier bin ich mal sehr gespannt, ob mir die Reihe gefallen wird. Der Klappentext liest sich sehr kriegerisch, es ist viel von Waffen, Kampf und Flucht die Rede. Das kann richtig actionreich und spannend werden, oder mir etwas zu kämpferisch sein, denn epische Kampfszenen lese ich weniger gerne. Ich lasse mich überraschen und hoffe, beide Bände zeitnah hintereinander wegzulesen. 


Die andere Dilogie meiner Liste wollte ich schon viel früher beginnen und natürlich kamen wieder viele andere Bücher dazwischen. "Welch grausame Gnade" von Chloe Gong liegt schon länger auf meinem SuB, und doch habe ich noch nicht dazu gegriffen. Über die Übersetzung im Lago Verlag habe ich mich wahnsinnig gefreut. Mich spricht dieses modern und asiatisch interpretierte "Romeo und Julia"-Thema mit Gangs sehr an. Band 2 ist auch schon bestellt und sollte bald bei mir eintreffen. Für 2023 wurde das neue Buch der Autorin, "Welch trügerisches Glück", angekündigt. Meines Wissens nach handelt es sich hierbei aber um eine neue Geschichte in derselben Welt, also keinen direkten Teil der Reihe. Deswegen zähle ich dieses Buch in der Reihen-Challenge nicht direkt dazu. Wenn ich dazu komme, es ebenfalls 2023 zu lesen, wäre es aber trotzdem schön.


Jetzt habe ich so viele Reihen gezeigt, die ganz frisch oder noch gar nicht vollständig erschienen sind, eine Backlist-Reihe muss mindestens dabei sein. "Die Atlantis-Chroniken" von Marah Woolf liegen seit meinem letzten Geburtstag auf dem SuB, also gut ein halbes Jahr, obwohl sie das sicherlich gar nicht verdient haben. Ich hoffe, dass mich diese Geschichte ebenso begeistern kann wie die "HexenSchwestern-Saga" 2021. Potenzial hat diese Trilogie mit den Themen der Schatzjagd, Atlantis und verschollenen Artefakten in jedem Fall. Außerdem habe ich gehört, dass Protagonistin Nefertari sehr stark und besonders sein soll. Ich freue mich drauf!


Viele Jahre habe ich mir immer mal wieder die Frage gestellt: möchte ich im "Schattenjäger-Universum" von Cassandra Clare weiterlesen oder nicht? Die "Chroniken der Unterwelt" sind Teil meiner Jugend und dem Beginn meiner Leseliebe, doch lange hatte ich nicht das Bedürfnis weitere Reihen zu beginnen. Da mich aber besonders die "Chain of Gold"-Reihe sehr reizt, habe ich beschlossen, eine neue Trilogie zu beginnen. "Die Chroniken der Schattenjäger" spielt zeitlich vor den anderen Reihen des Universums, sodass ich diese lesen sollte, bevor ich mit "Chain of Gold" starte. ich hoffe, dieser Schlenker lohnt sich. Ich habe hier die neuen Ausgaben des Goldmann-Verlags in der Bücherbüchse-Hardcover-Version zu Hause, Band 3 wird im Frühjahr in der Neuauflage erscheinen. Drückt mir die Daumen, dass ich nach all den Jahren wieder in diese Welt eintauchen kann.


Meine letzte Reihe auf der Liste wird wahrscheinlich eher ein Beginn der Reihe, weil 1) noch nicht alle Bände erschienen sind, und ich 2) gar nicht weiß, wie viele Bücher die Reihe letztendlich haben wird. Auf Englisch sind bisher zwei Bände erschienen, auf Deutsch erscheint "Das geheime Erbe" am 12.07.2023. Die Rede ist von "Legendborn" von Tracy Deonn. Ich habe den ersten Band auf dem SuB und möchte ihn unbedingt lesen um zu erfahren, ob diese Geschichte mir gefällt. Die Reihe verspricht Campus-Feeling, Dämonenangriffe und Nachfahren der Artus-Ritter, das klingt nicht nur interessant, sondern auch nach etwas ganz neuem. 


Das sind meine sechs Reihen für 2023.

Was sagt ihr zu meiner Auswahl? Kennt ihr vielleicht schon eine der Reihen? Und habt ihr euch auch eine Lesechallenge für 2023 gesetzt?


Alles Liebe







Montag, 16. Januar 2023

[Rezension] Mind Gap von Anne Freytag

Hallo ihr Lieben,

Anne Freytag gehört seit ihren Jugendbüchern zu meinen liebsten Autorinnen im deutschsprachigen Raum. Sie hat eine wunderbare Sprache mit Sogwirkung und kann ganz besondere Geschichten mit dem gewissen Etwas erzählen. Doch auch ihre Thriller haben es mir bisher angetan. Heute erzähle ich euch, wie mir ihr neuer Thriller "Mind Gap" gefallen hat - viel Spaß!


Autorin: Anne Freytag
Originalsprache: Deutsch
Kategorie: Thriller/ Spannungsroman/ Dystopie
Einzelband
384 Seiten
Broschierte Ausgabe 16,95€ (D), Kindle Edition 14,99€ (D), Hörbuch 16,99 (D)
Kaufen? Beim Verlag, in deinem regionalen Buchhandel oder auf die Ohren (USM)



*Dieses Buch hat mir der dtv Verlag freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung bleibt natürlich vollkommen ehrlich.*



»Wir stehen an der Schwelle zu einer technischen Revolution, die unser Denken und Handeln für immer verändern wird.« Das verspricht Erik Fallberg bei der Vorstellung des NINK. Ursprünglich in der Militärforschung entwickelt, sollte der NINK-Chip ein Auslöschen traumatischer Kampferinnerungen ermöglichen. Die Journalistin Silvie wird Opfer dieser Realitätsveränderungen, als es heißt, ihr Bruder habe zwei Menschen ermordet und sich danach in den Kopf geschossen. Nichts von all dem ergibt einen Sinn. Also beginnt Silvie zu recherchieren und schnell wird klar, dass jeder noch so bahnbrechende Fortschritt in den falschen Händen aufs Schrecklichste pervertiert werden kann… (Quelle: dtv.de/Januar2023)



Ich mag die Thriller von Anne Freytag optisch sehr gerne. Obwohl Thriller meist eher schlicht-dunkel und unauffällig aussehen, schafft der dtv Verlag es doch immer wieder, diesen Büchern etwas besonderes zu verleihen. Hierbei gefallen mir die gelungenen Spotlack-Veredelungen, die ich auch bei "Aus schwarzem Wasser" schon so mochte. Das Motiv ist treffend gewählt, ohne zu aufdringlich zu sein oder zu viel vorwegzunehmen. Hervorheben möchte ich noch die besondere Gestaltung der Innenklappe, die mir sehr geholfen hat, thematisch ins Buch reinzukommen und ein Gefühl für die futuristische Atmosphäre zu kriegen. Das Buch kann sich nun wunderbar in meine Anne Freytag-Sammlung einreihen.

     

Während Silvie Mankowitz einen Anruf von ihrem beerdigten Bruder Samuel bekommt, ist Mayari Morales als Content-Moderatorin dabei, Informationen im Internet zu löschen oder aber hochzuladen. Dr. Irene Kallmann bereitet sich auf die Wahlergebnisse zur Bundeskanzlerin vor und schmiedet Pläne für die Zukunft Deutschlands und ganz Europas. Der gemeinsame Nenner der ganz unterschiedlichen Leben ist Erik Fallberg und seine Erfindung des NINK, denn seit es diese Technologie gibt, stehen der Welt vollkommen neue Möglichkeiten der neuro-technischen  Vernetzung und medizinischen Versorgung offen. Doch was ist die Kehrseite dieser herausragenden Technologie?



Anne Freytag ist, egal in welchem Genre oder für welche Zielgruppe, bekannt für ihre frischen Ideen und außerordentlich tiefgründigen Bücher. Besonders in ihren Thrillern hat sie sich spannenden politischen Gedankenspielen und Zukunftsperspektiven verschrieben. "Mind Gap" reiht sich dabei hinter "Aus schwarzem Wasser" und "Reality Show" ein, und ist von der Grundidee her nicht minder faszinierend.
Wir haben es mit einer nicht allzu fernen Zukunftsvision zu tun, in der die Erfindung des NINK einiges verändert hat. In erster Linie konzipiert für das Militär wird der salzkorngroße Chip mittlerweile auch der Allgemeinbevölkerung immer mehr zugänglich gemacht, bestimmte Berufsgruppen bekommen ihn ohnehin kostenlos. Dadurch ist es möglich, sich Informationen einspeisen zu lassen - eine Fremdsprache plötzlich fließend beherrschen? Ohne weiteres möglich. Was auf den ersten Blick wie ein wahrgewordener Traum wirkt, zeigt aber auch seine Schattenseiten. Durch implantierte Technologie sind wir Menschen nicht nur vollkommen gläsern, sondern auch steuerbar. Und was sind all diese Fortschritte wert, wenn sie nicht mehr unserem freien Willen unterliegen?


Ihr merkt schon, Anne Freytag macht hier wieder viele spannende Töpfe auf und lässt und tief in ein grausiges Zukunftsszenario blicken, das gar nicht unrealistisch erscheint. Durch verschiedene Erzählperspektiven beleuchtet sie ganz unterschiedliche Wirkungsbereiche dieser Technologie: Was stellt die Regierung mit solch mächtigen Informationen an? Welche neuen Arbeitsplätze können entstehen? Was kann ein Mensch überhaupt noch selbst entscheiden?
Zu den verschiedenen Erzählperspektiven habe ich kleine Kritikpunkte. Wir haben einige Perspektiven, aber hauptsächlich begleiten wir Journalistin Silvie Mankowitz auf der Spurensuche zu ihrem Bruder, Mayari Morales als Content-Moderatorin in Manila, und Dr. Irene Kallmann während des Wahlkampfes. Ich habe hier das Gefühl, dass es der Autorin nicht darum ging, die Figuren als solche sehr plastisch und tiefgründig abzubilden, sondern dass sie eher ein Platzhalter für bestimmte gesellschaftliche Rollen sind.
Silvie nimmt die Rolle als von der NINK Technologie gebeutelte Zivilistin ein, hat aber durch den Journalismus eine Art Doppelrolle in diesem Netz aus Macht und Lügen. Mayari Morales zeigt, was Content-Moderatoren machen und wie für diesen Beruf die Menschlichkeit komplett über Bord geworfen wird. Und Dr. Kallmann ist eine Karrierefrau, die in der Politik ganz oben mitspielt und über Operationen im Verborgenen Bescheid weiß.
Ich muss gestehen, dass ich bei einer der selteneren Erzählperspektive bis jetzt nicht weiß, was diese mir vermitteln sollte. Den Ansatz der vielen schnellen Perspektivwechseln finde ich sehr gelungen, aber die ein oder andere Sicht hätte es für mich nicht gebraucht.


Der Aufbau der Handlung war von der Autorin spannend gewählt und ich habe ihn als eher unüblich empfunden. Während ich am Anfang etwas verloren war und mich in dieser neuen Welt zurechtfinden musste (was sicherlich auch so gewollt war), hatte ich bei ungefähr der Hälfte des Buches einen Überblick, wer welches Spielchen spielt und was die Strippenzieher versuchen, zu vertuschen. Dann war die Frage: was kommt denn jetzt noch? Letztendlich erzählt Anne Freytag wie es dazu kam, und was in der Folge passieren wird. Deswegen empfand ich die Geschichte zu keiner Zeit langweilig, wenn auch manchmal etwas vorhersehbar. Die schnellen Schnitte, die unter anderem durch die kurzen Kapitel und die Perspektivwechsel entstehen, fand ich gut gemacht, obwohl sie diesmal leider nicht dieselbe Sogwirkung auf mich hatten wie bei den anderen Thrillern der Autorin. Es hat mich grundsätzlich interessiert, wie es weitergeht, aber ich war nicht so an das Buch gefesselt und konnte es auch gut mal beiseitelegen. Das war etwas schade, denn handwerklich gibt es hier nichts zu meckern.
Das Ende war nochmal ein gelungener Schachzug, der mich begeistert hat und bei dem ich auch einige kluge Zitate herausgeschrieben habe. Man merkt einfach, dass die Autorin sehr smarte Gedanken zu gesellschaftlichen Missständen und Denkweisen der Menschheit einwebt, die dem ganzen immer einen aktuellen und dringenden Charakter verleihen.

Eine Ergänzung für Hörbuch-Fans: Ich habe das Buch abwechselnd gelesen und gehört. Das Hörbuch wurde eingesprochen von Herbert Schäfer und Vera Teltz, die den verschiedenen Erzählperspektiven viel Leben einhauchen und Charakter verleihen. Besonders für die Figur von Silvie Mankowitz muss ich Vera Teltz ein großes Lob aussprechen, da sie sie großartig vertont hat. Ich kann dieses Hörbuch nur empfehlen!



Anne Freytag hat mit "Mind Gap" wieder mal einen hochaktuellen, dystopischen Thriller geschrieben, der mit einem interessanten Gedankenexperiment zum Nachdenken und Schauern anregt. Obwohl das Buch handwerklich gut gemacht ist, hat mir das erste Mal bei der Autorin ein bisschen die Spannung und Sogwirkung gefehlt. Nichtsdestotrotz bin ich sehr froh, in dieses Zukunftsszenario eingetaucht zu sein, und mit neuen Fragestellungen und Gedanken hinausgegangen zu sein. Fans der anderen Thriller der Autorin werden sicherlich auch hier ihre Freude dran haben.


Alles Liebe 










Vielen herzlichen Dank an den dtv Verlag für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

[Rückblick] Meine Jahresstatistik 2022

Hallo ihr Lieben,

leider wurde mein ausführlicher Jahresrückblick von Blogger gelöscht (Danke für gar nichts!), sodass ich nun den Post nochmal in einer etwas abgespeckten Variante abtippe.

Ich habe zu allen 12 Monaten des Jahres Lesemonats-Posts gemacht, sodass ihr dort gerne nochmal vorbeischauen könnt, wenn euch einzelne Titel näher interessieren.


Hier sind nochmal alle Lesemonate für euch verlinkt:


















Dann kommen wir nun zu meiner Jahresstatistik. Dadurch, dass ich 2022 erstmals sehr ausführlich ein Bookjournal geführt habe, habe ich einiges über das Jahr hinweg getrackt:

  • 2022 habe ich 104 Bücher gelesen

  • 36 Bücher waren Fantasy
  • 8 Bücher Dystopien
  • 8 Bücher Krimi und Thriller
  • 20 Bücher Romances
  • 14 realistische Jugendbücher
  • 6 Kinderbücher
  • 1 Bilderbuch
  • 5 Bücher Science-Fiction
  • 5 Bücher zeitgenössische Romane 
  • 1 Buch über Sagengeschichten

  • 12 Bücher hatten den Fokus auf LGBTQIA+ Themen

  • Ungefähr 2/3 der Bücher waren Neuerscheinungen, 1/3 waren Backlist-Titel

  • 12 Bücher habe ich ungelesen aussortiert, da sich nicht mehr meinen Lesegeschmack getroffen haben

  • Über das Jahr hinweg sind 121 Bücher bei mir eingezogen

  • Ich habe 4 Bücher abgebrochen

  • Am Ende des Jahres liegen 30 Bücher auf meinem SuB


Ich hoffe, euch hat mein kleiner Rückblick auf das Lesejahr 2022 gefallen. Damit schließe ich die Reihe der Rückblicks-Post und dieses Lesejahr ab.
Ich danke euch von Herzen für eure lieben Kommentare und Unterstützung und freue mich auf ein weiteres tolles Jahr mit euch.

Verratet mir bitte in den Kommentaren euer absolutes Lieblingsbuch des Jahres 2022. Bei mir war es "Die sieben Männer der Evelyn Hugo" von Taylor Jenkins Reid.



Alles Liebe



Donnerstag, 12. Januar 2023

[Rückblick] 12 Books in 12 Month - meine SuB Abbau Challenge 2022

Hallo ihr Lieben, 

heute geht es weiter mit den Auswertungen der Lese-Challenges 2022. Neben den Reihen hatte ich mir "12 Books in 12 Month" vorgenommen, die ich gerne heute im Rückblick mit euch durchgehen möchte. Welche Bücher habe ich gelesen? Wie haben sie mir gefallen?

Ganz viel Spaß mit diesem Post!



"Time to Love" von Beth O'Leary habe ich gelesen und sehr gemocht! Es ist ganz anders als "Love to Share", aber nicht minder herzerwärmend und schön. Die Geschichte, in der Enkelin Leena und Großmutter Eileen die Leben tauschen, war wirklich witzig, aber auch rührend zu lesen. Ich kann euch diese Geschichte besonders empfehlen, wenn ihr vielleicht gerade selber eine harte Zeit habt und etwas zum Lächeln und Wohlfühlen braucht.


Das nächste Buch auf meiner Liste war leider ein totaler Flop! "Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen" von Ulla Scheler sollte ein tiefgründiges, romantisches Jugendbuch sein, war für mich aber alles andere als das. Ich konnte mit den Protagonisten leider gar nicht mitfühlen, habe keine Verbindung zu ihnen aufgebaut und ihr Verhalten nicht verstanden. Es wird eine sehr toxische Liebe romantisiert und Depressivität verharmlost. All diese Aspekte waren ein rotes Tuch für mich, sodass ich diese Geschichte ganz schnell aussortiert habe.


Sophie Bichon stand mit "Und ich leuchte mit den Wolken" auf meiner Liste, um die Autorin endlich mal zu entdecken. Das Buch war letztendlich okay, aber leider nicht so gut, wie ich erwartet habe. Der hochgelobte poetische Schreibstil der Autorin kam bei mir wenig authentisch an. Ich habe die geschnörkelten Sätze eher als gewollt und anstrengend wahrgenommen. Die Figuren waren okay und die LGBTQIA+ Einflüsse mochte ich, aber ich hatte nicht das Bedürfnis, die Reihe weiterzuverfolgen. In der Zwischenzeit habe ich auch zu keinem anderen Buch der Autorin gegriffen und aktuell auch nicht das Bedürfnis danach.


"Wenn der Sommer endet" von Moira Fowley-Doyle stand auf meiner Liste und ich habe es auch gelesen, aber ich weiß kaum noch etwas dazu. Es war ein etwas mystisches Jugendbuch, in dem Vorstellung und Realität ineinander verschwimmen. Mehr ist leider nicht hängen geblieben und meine Bewertung ist kurz nach dem Lesen mittelmäßig ausgefallen. Deshalb ist es auch nicht mehr bei mir, aber immerhin ist es vom SuB befreit worden.


"Das Spiel von Liebe und Tod" von Martha Brockenbrough ist ebenfalls im Mittelfeld gelandet. Die Idee, Liebe und Tod als personalisierte Figuren in einen Wettstreit zu schicken, war wirklich spannend. Der Schreibstil und der Rest der Geschichte leider etwas weniger, aber es war nett für zwischendurch. 

"Irgendwann für immer" von Katja Millay habe ich leider nicht gelesen, sondern im Laufe des Jahres ungelesen aussortiert. Mir war nie wirklich danach, das Buch in die Hand zu nehmen. Das Buch lag schon einige Jahre auf dem SuB und hat mich nicht mehr angesprochen. Mein Lesegeschmack hat sich gerade seit 2020 auch ziemlich verändert und Jugendromane lese ich immer seltener. Es tut immer noch ein bisschen weh, aber ich hatte einfach keine Lust mehr auf diese Geschichte.


"Lidwicc Island College of Floral Spells" von Andreas Dutter habe ich direkt zum Anfang des Jahres gelesen und mochte es leider überhaupt nicht. Ich habe inzwischen drei Bücher des Autors gelesen und keines hat so wirklich meinen Geschmack getroffen, weshalb ich wahrscheinlich einfach nicht mit dem Autor matche. Bei diesem Buch hat mich gestört, dass das Akademie-Feeling nicht rüber kam, mir die Protagonistin grundunsympathisch war und auch die Handlung an den Haaren herbeigezogen wirkte. Immerhin weiß ich nun, dass ich vielleicht lieber zu anderen Autoren greifen sollte.


Irgendwie schien bei meiner 12 Books-Auswahl der Wurm drin zu sein. Auch "One True Queen" von Jennifer Benkau konnte mich nicht so begeistern, wie ich es mir gewünscht habe. Den Einstieg in diese Fantasywelt fand ich sehr stark, aber danach stagnierte es und es waren für meinen Geschmack zu viele ausschweifende Beschreibungen und Füllszenen enthalten. Ich glaube, ich bin nicht für Bücher gemacht, die mit "episch" werben, denn da wird es mir häufig zu ausschweifend im Worldbuilding. Dementsprechend habe ich diese Dilogie nicht weiterverfolgt und auch dieses Buch aussortiert.


Die nächsten beiden Bücher hat dasselbe Schicksal ereilt wie "Wir beide irgendwann". Auch "Von der Nacht verzaubert" von Amy Plum und "Finding Sky" von Joss Stirling sind ungelesen ausgezogen. Ersteres konnte ich nur schwierig weggeben, allerdings sind die Folgebände als Printausgaben nur für unverschämt hohe Preise gebraucht zu bekommen. Das hat mir schon vorab den Spaß am Lesen genommen. Bei "Finding Sky" hat mich die Thematik nicht mehr so angesprochen. Hinzukommt, dass ich mittlerweile so viel Fantasy und auch gerne Erwachsenen-Fantasy lese, dass mich Romantasy und Jugend-Fantasy oft nicht mehr so fesseln kann. Letztendlich bin ich mit dieser Entscheidung immernoch zufrieden. 



"Das Mädchen mit dem Herz aus Gold" von Kelly Barnhill liegt noch ungelesen auf dem SuB. Allerdings habe ich auf diese Geschichte nach wie vor Lust und weiß gar nicht, wieso ich nicht dazu gegriffen habe. Dieses Kinderbuch klingt nach verträumter, märchenhafter Fantasy, die eigentlich perfekt in die kühle Jahreszeit passt. Ich hoffe sehr, im Januar oder Februar 2023 endlich dazu zu greifen.


"Birthday Girl" von Sue Fortin hatte es auf dieser Liste echt schwer, weil ich 2022 so wenig Thriller und Krimis gelesen habe wie nie zuvor. Doch eines Abends hat mich die Thriller-Laune gepackt und ich habe das Buch in weniger als 24 Stunden durchgesuchtet. Mit einem halben Jahr Abstand muss ich sagen, dass inhaltlich nicht sooo viel hängen geblieben ist, aber bei Thrillern macht mir das wenig aus. Für den Moment hat es mich wirklich gut unterhalten und wurde erfolgreich vom SuB befreit.


Das war meine "12 Books in 12 Month" Challenge und der Post zeigt mir gerade nochmal, wie unzufrieden ich mit der Challenge bin.
Nicht nur, dass ich leider den Großteil der gelesenen Bücher nicht mochte, auch dass drei der 12 Bücher ungelesen ausgezogen sind, war nicht der Plan. Ich vermute, als dass ich die Challenge dahingehend falsch angegangen bin, dass ich teilweise alte, unliebsame Bücher auf die Liste getan habe, in der Hoffnung, so motiviert zu werden, sie endlich mal zu lesen. Doch wenn Bücher ohnehin nicht mehr meinem Lesegeschmack entsprechen, ändert so eine Challenge daran auch nichts.

Ich möchte nochmal ein bisschen darüber nachdenken, weshalb die Challenge nicht so gut gelaufen ist, weshalb ich 2023 keine "12 Books" und auch keine "23 für 2023" machen werde. Wie ihr vielleicht gesehen habt, wird es aber wieder eine "Reihen-Challenge" geben, sodass ich nicht gänzlich ohne Ziele ins nächste Lesejahr starte.


Habt ihr auch Challenges gemacht und wenn ja, wie sind sie gelaufen?



Alles Liebe