Donnerstag, 22. August 2013

[Rezension] Wenn du stirbst... von Lauren Oliver

Autorin: Lauren Oliver
Gebundene Ausgabe
Originaltitel: Before I fall
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 448
Teil einer Reihe? Nein.
Genre: Jugendbuch
Themen: Leben, Tod, Highschool, Freunde, Familie, Wiederholung, Wünsche, Mobbing

Empfohlenes Alter: 14- 17 Jahre
Preis/ neu: 19, 90€ (D)

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Was wäre, wenn heute dein letzter Tag wäre? Was würdest du tun? Wen würdest du küssen? Und wie weit würdest du gehen, um dein Leben zu retten? Samantha Kingston ist hübsch, beliebt, hat drei enge Freundinnen und den perfekten Freund. Der 12. Februar sollte eigentlich ein Tag werden wie jeder andere in ihrem Leben: mit ihren Freundinnen zur Schule fahren, die sechste Stunde schwänzen, zu Kents Party gehen. Stattdessen ist es ihr letzter Tag. Sie stirbt nach der Party bei einem Autounfall. Und wacht am Morgen desselben Tages wieder auf. Siebenmal ist sie gezwungen diesen Tag wieder und wieder zu durchleben. Und begreift allmählich, dass es nicht darum geht, ihr Leben zu retten. Zumindest nicht so, wie sie dachte ... (Quelle: Amazon.de)


Obwohl es so schlicht erscheint, gefällt mir das Cover sehr gut und die Lichtreflexe geben dem Titel das gewisse Etwas, wodurch es nicht lieblos, sondern minimalistisch wirkt. Der Satz auf der Rückseite kommt auch in der Geschichte vor und passt deshalb gut dazu.
Das Cover des Originals gefällt mir auch ziemlich gut, aber das Deutsche Exemplar mag ich  noch lieber, weil es so außergewöhnlich ist und diese Symbolik verkörpert, dass alles nicht immer nur schwarz oder weiß ist.


Ich habe erstmals ein Buch aus Lauren Olivers Feder gelesen und hatte aufgrund der durchweg positiven Resonanz hohe Erwartungen. Und diese wurden glücklicherweise erfüllt. Die Autorin schreibt sehr flüssig und unkompliziert, geht aber auch an den richtigen Stellen in die Tiefe und beschreibt Gefühle und Gedanken wunderschön. Ich möchte auf jeden Fall weitere Bücher der Autorin lesen und mache mit "Delirium" bald weiter!


Thema/ Inhalt:
Samantha ist das typische Highschoolmächen- beliebt, bewundert, immer umringt- und sich ihrer Wirkung durchaus bewusst. Mit ihren besten Freundinnen mischt sie Partys auf, lästert, trinkt und hat auch noch den perfekten Freund. Doch dann stirbt Sam und einer der sonst so gewöhnlichen Tage wird zu ihrem Letzten. Doch sie bekommt die Chance diesen 7 Mal zu durchleben und alles besser zu machen...

Idee/ Umsetzung:
Zuerst hatte ich bei dem "Täglich grüßt das Murmeltier"- Prinzip die Befürchtung, dass es auf die Dauer doch etwas langweilig werden könnte. Immer wieder der gleiche Tag, der gleiche Ablauf. Aber trotzdem hat mich die Idee sehr neugierig gemacht, woraufhin ich zu dem Buch griff. Zum Glück! Ich hätte nicht gedacht, dass ein und derselbe Tag sieben Mal so spannend sein könnte und dass ich so versinken würde in der Geschichte. Es ist sehr spannend, tiefgründig, romantisch und teilweise auch ein bisschen wie ein Thriller. Freundschaft wird großgeschrieben, genauso wie die Frage nach dem Leben, dem Leben nach dem Tod und weiteren philosophisch angehauchten Gedanken, die dann und wann auftauchen. Von einem Jugendbuch, dass nach einer 0815 Highschool- Story klingt, habe ich bei weitem weniger erwartet und bin deshalb sehr positiv überrascht und denke gerne an Sam und ihr Leben zurück. Auch Mobbing spielt in der Geschichte eine bedeutende Rolle und wurde sehr liebevoll und vorsichtig, aber ganz klar und deutlich in die Geschichte integriert und macht einen großen Teil der Stimmung im Buch aus.

Charaktere:
Das Püppchen von der Highschool kennen wir alle, aber schon am Anfang fand ich, dass in Sam mehr steckte, als der oberflächliche Schein vermuten ließ. Wie man schon erahnen kann, wandelt sich Sam im Laufe der Geschichte und vor allem der durchlebten Tage als Mensch sehr stark und erkennt, was wirklich im Leben zählt. Die anderen Figuren sind ebenso lebhaft wie Sam und auch, wenn sie zuerst sehr klischeehaft wirken, so kann uns der erste Eindruck trügen. Wunderbar ausgearbeitete Charaktere mit viel Herz, Ecken und Kanten und einem eigenen Kopf. 

Ende:
Es musste irgendwie enden und ich war, obwohl man es kommen sah, doch geschockt. Die Tränen waren nicht allzu fern und ich habe noch Tage danach über Sam und ihre Welt nachgedacht und selbst jetzt lässt mich die Geschichte noch nicht ganz los. Wenn ein Buch einen so nachdenklich stimmt, hat die Autorin oder der Autor ganze Arbeit geleistet und ich bin absolut froh, das Buch gelesen zu haben.


Sieben mal der gleiche Tag, sieben mal die Chance, alles besser zu machen? Nutzt du sie? Wunderbar geborgen habe ich mich in Lauren Olivers Stil und in der Geschichte gefühlt. Das Buch ist alles andere als ein durchschnittliches Jugendbuch und begeistert mit sehr lebhaften Figuren, einer fesselnden Stimmung, viel Tiefe und das alles vor der Kulisse der amerikanischen Highschool. Wunderschön und traurig zugleich!




Schon als Kind hat Lauren Oliver leidenschaftlich gern Bücher gelesen und dann Fortsetzungen dazu geschrieben. Irgendwann wurden daraus ihre eigenen Geschichten. Sie hat Philosophie und Literatur studiert und kurz bei einem Verlag in New York gearbeitet. Lauren Oliver lebt in Brooklyn.

Weitere Bücher der Autorin:

Die Amor- Trilogie
                                          erscheint im 
                                          Frühjahr 2014

Kommentare:

  1. Ich habe Wenn du stirbst diesen Sommer gelesen, fand es aber eher mittelmäßig. Sieben mal 'das gleiche' war dann doch ein bisschen zu langweilig. Delirium, Pandemonium und Requiem fand ich super gut! :)

    Liebe Grüße
    Yoshi :)

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  2. Moin :D
    Hui ich glaube ich habe das Buch ziemlich durchschnittlich bewertet, ich kann mich aber nicht mehr genau erinnern xD Scheiße soweit ist es jetzt schon. Schöne rezension und wenn ichs nicht schon gelesen hätte würde ich es jetzt lesen ^^
    Ich fand das Buch auf jeden Fall auch sehr schön, aber nicht so überragend.

    Liebst, Lotta

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  3. Ich mochte "Wenn du stirbst..." sehr, sehr gerne! Das Buch ist wirklich alles Andere als Durchschnitt, sondern regt sehr zum Nachdenken an. Hier ist Lauren Oliver ein ganz großer Wurf gelungen und deshalb schrecke ich noch immer davor zurück, die "Amor"-Trilogie anzufangen, denn dazu hab ich nicht allzu viel Gutes gehört!

    LG
    Kathi

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  4. Ohje, dieses Buch liegt jetzt schon seit über einem Jahr auf meinem SuB ^^ Und mit deiner Rezi hast du mich total neugierig gemacht... menno, ich muss doch noch ein paar Rezi-Exemplare lesen :D
    Aber danach kommt das sicher dran *.*

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  5. Uhj ich weiß nicht so recht ob ich das Buch lesen möchte, ich mag den Schreibstil von der Autorin eher weniger weil sie so lange um den heißen Brei herumredet und dann soll das Ende auch nicht ganz so happy sein deiner Rezi nach zu schließen?
    Ich glaub ich werd mir mal ne Leseprobe dazu besorgen :D
    Und: OMG?!?! CITY OF BONES JETZT IM KINO!!! ICH RASTE GERADE ECHT AUS WEIL MEINE FREUNDIN ERST NÄCHSTE WOCHE ZEIT HAT IHN MIT MIR REINZUZIEHEN! *scnief*

    Guckst du eigentlich How I Met Your Mother, New Girl uns so ein Kram??

    Liebe Grüüüüße :***

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