Montag, 3. April 2017

[Rezension] Eine Woche für die Ewigkeit


Autoren: Nina LaCour & David Levithan
Gebundene Ausgabe
Originaltitel: You know me well 
Seitenzahl: 288 Seiten
Teil einer Reihe? Nein.
Genre: Jugendbuch
Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Themen: Freundschaft, Liebe, Jugend, Homosexualität, Party, Selbstfindung
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Kindle Edition: 11,99€/ Hardcover 16,99€













Sie kennen sich nur flüchtig, bis sie sich eines Nachts zufällig in einem Club in San Francisco begegnen: Mark, der sich gerade völlig umsonst zum Affen gemacht hat, um seinen besten Freund zu beeindrucken – und Kate, die vor dem Mädchen ihrer Träume weggelaufen ist. Verloren im Chaos ihrer Gefühle beschließen die beiden, von nun an zusammenzuhalten. Gemeinsam stürzen sie sich ins kunterbunte Getümmel der Pride Week und lernen zwischen wilden Partys und Liebeskummer, was wahre Freundschaft bedeutet. (Quelle: Amazon.de/April 2017).


Ich mag die Bücher aus dem Carlsen Verlag rein von der Aufmachung her meistens sehr gerne und auch hier ist das Cover wieder eine wahre Augenweide geworden. Ich mag das Zusammenspiel vom Himmelblau, dem rot-gelben Schimmer der Partynächte und die kleine Andeutung auf San Francisco sehr gerne und genau solche Cover sind ebenso aussagekräftig wie authentisch und machen das Buch einfach rund. Ich bin sehr angetan von der Aufmachung.

Mark hat sich heimlich zusammen mit seinem heimlichen Schwarm in einen Club während der Pride Week geschmuggelt, um ihn vielleicht endlich für sich gewinnen zu können und ihm die Chance zu geben, sich endlich öffentlich mit ihm zeigen zu wollen. Doch leider verläuft der Abend ganz anders als erwartet...
Kate fiebert diesem Moment seit Wochen entgegen- endlich wird sie Violet treffen können und hoffentlich funkt es zwischen ihnen beiden, so wie in Kates Vorstellung. Doch sie haut ab und trifft in einem Club auf ihren Mitschüler Mark, mit dem sie bisher kein Wort gewechselt hat.
Zwei Jugendliche, die eigentlich nicht besonders viel gemeinsam haben, treffen in dieser Nacht zu fällig aufeinander und entwickeln eine einzigartige, wunderschöne Freundschaft.

Ich bin auf dieses Buch aufmerksam geworden, da ich von beiden Autoren bereits mehrere Bücher gelesen habe und beiden vom Stil und ihren authentischen Plots her viel abgewinnen kann. So musste ich ein Buch des Duos auf jeden Fall lesen und auch die Geschichte konnte mich wieder einmal überzeugen.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und schön zu lesen, es wird viel Wert auf Emotionen und Gedankengänge gelegt und ich merke meist gar nicht, dass ich förmlich durch das Buch hindurchfliege. Es ist nicht unbedingt eine rasante Spannung vorhanden, doch langweilig wird es auch nicht wirklich und die dahinfließende Geschichte konnte mich durch die seichte, aber berührende Erzählweise beeindrucken und fesseln.

Die Idee hinter dem Buch ist nichts unfassbar neues. Ich habe in letzter Zeit mehrerer Jugendbücher gelesen, in denen Homosexualität eine Rolle spiele (sehr zu empfehlen ist dabei "Nur drei Worte" von Becky Albertalli) und auch hier wurde das Thema toll eingebunden und ich habe unsere Protagonisten wirklich sehr gerne gehabt und lieb gewonnen. Ansonsten ist die Geschichte gewebt aus den typischen Elementen des amerikanischen Jugendbuchs: Party, Alkohol, Liebesgeschichten und Freundschaften. Wenn man diese Aspekte nicht über hat und vielleicht aus dem Blickwinkel dieser Autoren etwas in der Richtung lesen möchte, könnte das Buch definitiv etwas für einen sein. Obwohl ich thematisch schon zur genüge Bücher dazu gelesen habe, wollte ich dem Buch wegen der Autoren eine Chance geben und habe es nicht bereut. Es herrscht eine sehr authentische Atmosphäre und die Beziehungen zwischen den Charakteren haben mir sehr gefallen.

Mark ist ein sehr sympathischer Junge der wider des Sportler- Highschool Klischees ein sehr sensibler und empathischer Mensch ist. Vor allem in der wachsenden Freundschaft zu Kate hat er mir als Protagonist immer besser gefallen.
Kate ist ebenfalls ein spannendes Mädchen, wenn man mit ihr warm geworden ist, aber die besondere Stimmung entstand für mich persönlich erst, als die beiden sich zusammen getan haben und sich die Beziehung zwischen ihnen entwickelt hat. Ab diesem Punkt hat mich das Buch berührt, gefesselt und sehr gut unterhalten.


Ein Jugendbuch, das nicht unbedingt mit seinen vielen, neuen Ideen überzeugt. Aber wenn man die Autoren kennt, lässt sich schon wittern, dass ein Buch aus der Feder dieser beiden Autoren mit einer tollen Stimmung, besonderen Figuren und insgesamt einer unterhaltsamen, wie berührenden Geschichte daher kommt. Jugendbuchfans und Liebhaber dieser beiden Autoren sollten sich dieses Buch mal genauer ansehen, denn trotz des etwas verbrauchten Plots wird aus dieser Raupe vor allem zum Ende hin noch ein richtig bunter, lebendiger Schmetterling.






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