Montag, 27. August 2012

Rezension: Der erste Tod der Cass McBride

Titel: Der erste Tod der Cass McBride 
Autor: Gail Giles
Hardcover
Verlag: Thienemann
Seitenzahl: 240
Empfohlenes Alter: 15-17 Jahre
Genre: Thriller
Preis/ neu: 13,90 Euro (D)
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       Kurzbeschreibung:

Cass, die High School Queen, lässt David abblitzen. Auf ihre gewohnt arrogante Art. Am nächsten Tag ist David tot. Und Cass steckt in einer engen Kiste, unter der Erde. Über Walkie-Talkie steht sie mit ihrem Kidnapper in Verbindung. Kann sie ihn von ihrer Unschuld überzeugen? Ein gnadenloser Wettlauf gegen die Zeit beginnt...(Quelle: Amazon.de)


Schreibstil:

Dieser hat mir sehr gut gefallen. Zügig und spannend fing es an und diese Merkmale zogen sich auch durch die gesamte Geschichte. So war man von Anfang an gefangen, völlig im Bann von Cass' Welt. So wünsche ich mir einen guten Thriller. Voll von Spannung, Misstrauen und Wendungen.

Eigene Meinung:

Erstmal muss ich das Cover erwähnen. Es ist sehr raffiniert und wunderschön, wenn auch ein wenig makaber. Das Buch ist mit Umschlag quasi ein Sarg in der Erde. Nimmt man nun, wie ich immer beim Lesen, den Umschlag ab, so ist das Buch der Sarg, auf dem manches Getier sein zu Hause gefunden hat. Ansonsten ist es mit einer Holzoptik versehen. Also ist der Umschlag nicht durchgängig, sondern ist nur die Erde, die man auf dem Cover erkennen kann. Sehr clever und besonders finde ich...

Die Charaktere sind facettenreich und gut beschrieben. Jeder trägt eine Fassade mit sich, unter die man nach und nach blicken kann und was man vorfindet, kann den Atem verschlagen. Cass ist das typisch beliebte Highschool-Püppchen, welches immer lieb lächelt und von Neidern gehasst, von Ihresgleichen geliebt. Man erfährt viel über den Hintergrund ihrer Familie. So lebt sie mit ihrem Vater allein, die Mutter arbeitet weiter entfernt hart für ihr Leben- ignoriert von dem Ex-Mann. Dies soll noch eine tragende Rolle spielen. Die Anzahl ist überschaubar, dafür haben alle Ecken und Kanten. Mir haben diese Figuren allesamt sehr gut gefallen, Gefühle waren nur zu gut nachvollziehbar und allesamt einfach begeisternd.

Das Buch war so eingeteilt, dass man abwechselnd in die Situation von Cass im Sarg blicken konnte, ihre Gefühle und Gedanken entdeckte und mitfühlte. Dann gab es noch den Kidnapper bei der Erzählung seiner Gründe, Gedanken und Erlebnisse, die dazu führten, dass Cass nun unter der Erde verweilt. Außerdem bekam man einen Einblick in die Ermittlersituation, in der der sympathische Ben die Hauptrolle übernahm. Das hätte für mich nicht sein müssen, da ich langsam die ewigen Ermittlungen in jedem Thriller oder Krimi leid bin. Man bekommt den Eindruck, dass nichts vorangeht und alle immer auf der Stelle treten. Aber ansonsten war es dadurch abwechslungsreicher!

Das Ende war dann nicht mehr sonderlich überraschend, da die Auflösung schon sehr früh kam. Sonst hätte man den Kontext nicht verstanden, was das ganze nun mit David zu tun hat oder wieso Cass lebendig begraben wurde. Trotzdem hat es mir gut gefallen, die viel reifere Cass zu sehen, die alles positiver und nicht mehr so oberflächlich sieht. Ob sie ihr erstes Begräbnis nun überlebt oder schon viel zu früh stirbt, müsst ihr selbst heraus finden, aber es ist auf jeden Fall durchweg spannend.

Fazit:

Ein toller, dünner Thriller für zwischendurch. Nicht sehr blutig, dafür gut durchdacht und mit viel Hintergrund hat Gaile Giles eine Erlebnis für Jugendliche geschaffen, das sich rund um das Thema "Lebendig begraben" dreht. Spannend und ein absoluter Lesetipp!

NOTE: 1


Weitere Werke von Gail Giles:




Kommentare:

  1. Schöne Rezi!

    Ich fand das Buch auch sehr gut! :))
    Wirklich ein klasse Thriller!
    lG

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  2. Ich habe das Buch schon vor einer Weile entdeckt und fand den Klappentext wirklich spannend. Da ich normalerweise aber keine Thriller lese, habe ich mich (noch) nicht an das Buch getraut. Wenn es allerdings, so wie du schreibst, weniger blutig und dafür gut durchdacht ist, sollte ich es vielleicht einfach mal versuchen ;)

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  3. Hey, seh grad, dass du "Mein böses Herz" liest. Ich fand es toll und echt spannend. Normalerweise sind solche Bücher nichts für mich, aber Wulf Dorn find ich klasse!
    Bin grad' mal Leserin bei dir geworden und würde mich freuen, wenn du auch mal bei mir vorbeischaust :)

    Liebe Grüße,
    Sandra (Butterfly)

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  4. Zu deiner Frage: Jugendthriller habe ich bis jetzt auch noch nicht wirklich gelesen. Ich habe da so nen bisschen Schiss :D Mit ein bisschen Schießerei oder so habe ich keine Probleme, aber wenns dann ans Kopf abhacken oder so geht... Da bin ich einfach zu sensibel ^.^ Aber wenn das mehr so "Psycho" ist, werde ich mich einfach mal an das Genre rantrauen, muss ja nicht unbedingt mitten in der Nacht sein ;)

    Und Nach dem Amok lohnt sich wirklich mal zu lesen. Davor habe ich auch noch kein Buch über Amoklauf gelesen, aber das hat mich dann echt berührt. Es geht ja auch weniger um den Amoklauf selbst, sondern wie die Menschen nach dem Amok damit (versuchen) um(zu)gehen.

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Ich freue mich sehr über Deine Meinung :)