Donnerstag, 11. Juli 2013

[Rezension] Room 27 von Mirjam Mous

Autorin: Mirjam Mous
Broschierte Ausgabe
Verlag: Arena
Seitenzahl: 244
Teil einer Reihe? Nein.
Genre: Jugendbuch/ Thriller
Themen: Verrat, Vertrauen, Freundschaft, Geheimnis

Empfohlenes Alter: 12- 15 Jahre
Preis/ neu: 12, 99€ (D)

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Fin sitzt in einer Zelle der spanischen Polizei, weil man ihm vorwirft, eine Frau ermordet zu haben. Nur Valerie kann ihm helfen, seine Unschuld zu beweisen. Seit ihrer gemeinsamen Reise durch Spanien, denkt Fin nur noch an sie. Aber Valerie ist verschwunden und die Polizei findet immer mehr Beweise für Fins angebliche Tat. Allmählich wird ihm klar, dass Val nicht die ist, für die er sie bisher gehalten hat.


Die Cover dieser Autorin sind immer sehr schlicht gehalten und haben eine etwas düstere, geheimnisvolle Ausstrahlung. Außerdem sind alle Gesichter auf den Covern den Stil einer Comiczeichnung oder eines Pop-Art-Bildes. Ich finde Die Cover zwar nicht besonders außergewöhnlich oder sehr schön, aber sie passen gut zu den Geschichten und sehen nebeneinander im Regal nicht schlecht aus.Auch das Original haut mich jetzt nicht vom Hocker. Somit eher ein Buch, welches vor allem mit inneren Werten glänzt.

 

Wenn ich an den Schreibstil vom Mirjam Mous denke, fallen mir die Wörter "spannend" und "schnell" ein. Die Bücher der Autorin habe ich bisher immer in einem Rutsch gelesen, da es wirklich unheimlich schnell geht, die Bücher zu lesen. Außerdem gibt es immer eine besondere Spannung, die meistens auf Neugier beruht und einen ständig begleitet. Die Bücher sind sehr einfach geschrieben, der Stil ist nicht besonders anspruchsvoll. Somit ein einfaches und schnelles Lesevergnügen für zwischendurch.


Thema/ Inhalt:
So hat Fin sich die Ferien nicht vorgestellt. Eigentlich wollte er zusammen mit seinem Bruder Spanien erkunden, aber nun ist er auf sich allein gestellt und plant auf eigene Faust, und ohne das Wissen seiner Eltern, eine kleine Tour. Dabei trifft er auf die bezaubernde Val und er schließt sich ihr und ihrem Bruder an. Zusammen reisen sie und immer wieder gibt es geheimnisvolle Orte zu erkunden und spannende Aufgaben für Fin zu erledigen. Doch jetzt sitzt er im Gefängnis- wegen Mordverdachts- und muss sich klar machen, wem er Vertrauen kann und wem nicht...

Idee/ Umsetzung:
Die Idee hinter der ganzen Geschichte klingt spannend, und das ist sie auch! Zwar weiß man schon von Anfang an, dass Val nicht die ist, die sie vorgibt zu sein, aber trotzdem weiß man nicht, welche Geheimnisse nach und nach zum Vorschein kommen und wird doch ein paar Mal überrascht. 


Die Umsetzung ist ebenfalls sehr gut gelungen. Es gibt spannende und seltsame Momente, verwirrende Begegnungen und dazu immer wieder die aktuelle Situation im Gefängnis, wo Fin erst klar wird, welche Wirkung und Bedeutung seine Taten in der Vergangenheit wirklich hatten. Erst auf den letzten Seiten erschließt sich einem die ganze Wahrheit. Für mich hätten einige Stellen noch ein wenig spannender sein können und da ich den Vergleich zu "Boy 7" habe, muss ich sagen, dass dieses Buch etwas schwächer ist. Ich wurde nicht komplett umgehauen und war von den Wendungen richtig überwältigt. Die Geschichte ist einfach anders aufgebaut und hat auch ihre starken Momente, aber mir fehlte doch der große Überraschungseffekt am Ende, da man die Geschichte schon halbwegs erfassen konnte. Ansonsten war das Buch einfach zu lesen und hatte guten Unterhaltungswert.

Charaktere:
Die Charaktere von Autorin Mous sind meistens psychisch gut durchdacht und haben Ecken und Kanten. Allerdings fehlte mir bei Fin ein wenig Persönlichkeit und vor allem hat mich seine absolut naive Art gestört. Andererseits war er auch wirklich nicht dumm, hat teilweise sehr gut kombiniert, aber erst im nachhinein. Dafür fand ich, dass Val eine ausgesprochen facettenreiche Figur war und auch die anderen Charaktere hatten durchaus spannende Seiten, nur ein wenig mehr Charakter hätten mir bei dem ein oder anderen, insbesondere Fin, gut gefallen.

Ende:
Vieles konnte man sich vorm Ende schon erschließen und somit wurde man nicht vollkommen überrascht, aber auch nicht enttäuscht. Die ganze Geschichte zusammengepuzzelt zu kennen, war sehr interessant und natürlich zum aktuellen Zeitpunkt bleibt die Frage >>Wird es Fin schaffen, aus dem Gefängnis zu kommen?<< nicht ungeklärt.Wenn auch kein großer Showdown folgte, ein gutes und würdiges Ende dieses Buches.


In Mirjam Mous' Büchern gibt es immer spannende Themen zu entdecken. Und immer geht es um Geheimnisse, falsche Spiele und Verrat. Psychisch sehr dicht werden spannende Abenteuer geschildert und der Leser kann oftmals überrascht werden. So war es auch bei diesem Buch. Allerdings fand ich "Boy 7" um einiges besser und konnte den Wendungen und vor allem der Auflösung dort mehr abgewinnen. Ich finde es nicht ganz richtig, dieses Buch als Psychothriller zu bezeichnen, denn da macht man sich falsche Vorstellungen. Ich würde es eher in die Schiene der jugendlichen Realitätsromane mit einem Hauch Thriller einordnen. Trotzdem hat es mich wunderbar unterhalten und bekommt verdiente 4 Drachen.




Mirjam Mous, geboren 1963 in Made in den Niederlanden, arbeitete als Sonderschullehrerin, bevor sie hauptberuflich Schriftstellerin wur-de. Sie schreibt Bücher für Kinder und Jugendliche und ist besonders bekannt für ihre mitreißenden Thriller. Nach "Boy 7" ist "Room 27" ihr zweites Buch im Arena Verlag.






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