Dienstag, 11. Oktober 2016

[Buchgeflüster] Frauen- Das schwache Geschlecht?!

Hallo ihr Lieben,

herzlich willkommen zu dem ersten Buchgeflüster seit einer gefühlten Ewigkeit.
Heute soll es um das Thema Protagonistinnen gehen- in erster Linie um sehr starke Powerfrauen. Sicherlich habe viele schon den Spruch gehört "Du kämpfst wie ein Mädchen". Dieses Klischee schauen wir uns heute in Hinblick auf einige Protagonistinnen genauer an.


Gerade in Zeiten vieler Dystopien gibt es immer mehr weibliche Hauptfiguren, die vom unscheinbaren, grauen Mäuschen zur starken Kämpfernatur werden. Allen voran habe ich immer Katniss aus "Die Tribute von Panem" vor Augen.
Ist sie nicht das beste Beispiel für eine selbstbewusste, kluge und starke Powerfrau?

Ich bewundere solche Charaktere immer ungemein für ihren Mut. Doch bei allem Kampf und strategischem Denken, dass uns auch beispielsweise Tris (Die Bestimmung) und Tella (Feuer & Flut) beeindruckend zeigten, bewundere ich auch mentale Stärke unheimlich. Nicht umsonst zählt John Greens "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" zu meinen All-Time- Faves, weil ich Hazel unheimlich lieb gewonnen habe und bis heute über ihren Mut und ihre Willensstärke staune.
Dass solche Schicksale und Sinneswandel- vom unscheinbaren Mädchen von nebenan zur Kämpfernatur- tatsächlich nicht aus der Luft gegriffen sind, zeigen uns auch einige Beispiele aus unserer Geschichte. Doch es gibt für mich auch einige Bücher, bei denen ich diese Metamorphose leider als unauthentisch und an den Haaren herbeigezogen empfunden habe.

Deshalb hier ein paar Gedanken, über die ich sehr gerne mit euch diskutieren möchte.


Was macht eine authentische Powerfrau in unseren Büchern aus?

Wer ist die stärkste Protagonistin, die euch als erstes einfällt?

Was bewegt die Frauen dazu, solch einen Mut aufzubringen, um in die Kämpferrolle zu treten?


Ich freue mich über jeden einzelnen Kommentar und bin unheimlich gespannt auf Deine Meinung!


Alles Liebe,

Kommentare:

  1. Als stärkste Protagonistin, die mit Entschlossenheit und viel Mut agiert, kommt mir ebenfalls als erstes Katniss aus "Die Tribute von Panem" in den Sinn. Allerdings muss man da auch differenzieren: Sie wird mit einem Krieg und der Sorge um ihr Leben, sowie das ihrer Freunde und Familie konfrontiert. Ihr Denkverhalten über das Leben und notwendigen Maßnahmen zur Erhaltung desselbigen und das daraus resultierende Verhalten ist gänzlich anders, als z.B. das von Hazel, die auf ihre sehr schwere Krankheit mit viel Mut und Tapferkeit reagiert. Letztendlich sind allerdings beides Powerfrauen, wie es sie nur selten gibt (ebenso wie "Powermänner?), die bestimmt nicht egoistischerweise für sich selbst so gehandelt haben, sondern für Freunde und Familie.


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    1. Powermänner gibt es natürlich auch, da fallen mir direkt ebenfalls Beispiele ein für sehr tolle Hauptfiguren, aber da der Mann schon von Anfang an als das "Starke Geschlecht" angesehen wurde, habe ich diesen Post den Frauen gewidmet ;)

      Viele Grüße
      Fina <3

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  2. An diese Beispiele hätte ich jetzt auch gedacht. Von Tris bin ich ja ein großer Fan, weil sie nicht immer die richtigen Entscheidungen trifft, aber immer in der Überzeugung, etwas Gutes zu tun, und mit dem Wunsch, anderen zu helfen.

    Für mich macht eine starke Person aus, dass sie weiß, was sie will, und das auch gegen Menschen durchsetzen kann, die sich ihr in den Weg stellen. Gleichzeitig bedenkt sie aber auch die Folgen ihres Handelns und hat gute Beweggründe (Nicht so von wegen "Ich will die Weltherrschaft und erschieße jeden, der sich mir in den Weg stellt" ^^), denn starke Personen können zwar ihre eigenen Interessen wahren, denken aber auch an andere und tun nicht alles, was sie tun, in erster Linie für sich.
    Besonders stark finde ich es auch, Fehler zuzugeben und daraus zu lernen, oder Schwächen vor anderen zuzugeben. Und natürlich etwas zu opfern (egal ob es die eigene Zeit ist, die man einen Thema widmet, oder man sogar sein Leben riskiert), wenn es der guten Sache dient.
    Puh, das war eine lange Antwort ^^.

    Also viele Frauenfiguren, die man zB aus Büchern kennt, werden aus Liebe zu anderen zu Powerfrauen, wie zB Katniss, die ja ihre Schwester beschützen will. Es ist oft leichter, denke ich, sich voll und ganz einer Sache zu widmen, wenn man da irgendwie emotional drin steckt, sei es weil man selbst betroffen ist oder andere, die einem wichtig sind.
    Aber es gibt natürlich auch Powerpersonen (um hier niemanden auszuschließen ^^), die von einem Gerechtigkeitssinn getrieben werden und von Natur aus einfach ein gesundes Selbstbewusstsein haben. Sehr beneidenswert, finde ich.

    Liebe Grüße :),
    Charlie

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    1. Hi Charlie :)

      Schön, dass du vorbei schaust.

      Tris fand ich im Buch auch super, weil sie richtig authentisch ist. Aber auch im Film kommt das sehr gut rüber, finde ich.

      Und die Motivation dahinter ist tatsächlich meistens Liebe, egal, welche Form. Das fällt mir jetzt erst auch. Und der blanke Hass gegen die Ungerechtigkeit.

      Vielen Dank für den langen, spannenden Beitrag ❤

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  3. Huhu Fina,

    ich finde eine authentische Powerfrau genau dann faszinierend, wenn ich verstehe, warum sie handelt, wie sie handelt und auch woher ihr Geschick kommt. Bei Katniss beispielsweise ist der Hass auf das Kapitol erst gegen Mitte des zweiten Bandes wirklich greifbar Als sie erneut in die Arena muss. Sicherlich hat sie auch schon vorher nicht allen Absichten des Kapitols zugestimmt, aber erst als sie wieder in die Arena muss zweifelt sie sehr am Ganzen. Man merkt also, warum sie gegen das Kapitol kämpfen möchte und es auch erst im dritten band wirklich tut. Darüber hinaus ist es auch sehr nachvollziehbar, warum sie so gut mit Pfeil und Bogen umgehen kann. Und auch ihre Ziele, nämlich ihrer Familie wegen zu kämpfen, sind völlig nachvollziehbar. Aus diesem Grund ist Katniss eine für mich authentische Powerfrau, wie du es so schön ausgedrückt hast. ;-)

    Was mir nicht gefällt, sind nicht nachvollziehbare Beweggründe oder Alleskönner.
    Tris zum Beispiel gefiel mir in den ersten beiden Bänden richtig gut, da auch sie nachvollziehbar handelt, Ängste hat und trainiert wird. Im dritten Band war sie noch okay, Four mochte ich dagegen überhaupt nicht. Er wirkte wie ausgeechselt. Generell waren beide relativ naiv und ich habe mich die ganze Zeit gefragt, wo meine beiden kritischen Charaktere aus den ersten beiden Bänden hin sind.

    Generell finde ich, ist eine Entwicklung der Charaktere immer ein Zeichen dafür, dass der Autor sich sehr mit seinen Figuren auseinander gesetzt hat. Dabei sollte die Entwicklung aber wirklih authentisch bleiben. Dann ist es mir auch relativ egal, ob es eine Kick-Ass-Heldin ist, oder sie mit mentaler Stärke überzeugen kann. Meinetwegen, darf sie auch zum Bösewicht werden, solange es nachvollziehbar ist ;-)

    Liebe Grüße,
    Anna ♥

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    1. Hi,

      Vielen Dank für diese wahren Worte. Du hast absolut recht, Alleskönner nerven einfach nur. Aber umso spannender sind die authentischen Figuren wie Katniss und Tris, ich hoffe auch bald mal wieder einen solchen Charakter neu kennen zu lernen.

      Viele Grüße
      Fina :)

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  4. Huhu, Fina!

    Habe gerade deinen Blog entdeckt und bleibe sehr gerne als Leserin da. Schön hast du es hier!
    Mir fällt zuerst auch Katniss Everdeen ein, da sie gerade in den Filmen nicht nur die starke Seite von sich zeigt. Sondern auch mal nachdenklich und ängstlich ist. Ich mag keine Charaktere - ob männlich oder weiblich - die immer alles können, alles wissen und nur Stärke zeigen. Das finde ich nicht richtig authentisch.
    Ich bin sowieso ein sehr großer Panem-Fan, was man am 30. Oktober auch wieder auf meinem Blog sehen kann - vielleicht magst du ja mal vorbeischauen? Ich würde mich freuen :D

    LG, Claudia :)
    www.claudiasbuecherhoehle.blogspot.de

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    1. Hi,

      ich freue mich, dass es dir hier gefällt. Mach es dir gemütlich ;)
      Ich schaue gerne bei dir vorbei.

      LG
      Fina

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  5. Hey Fina,

    was für ein interessantes Thema! Also bei unauthentischen Verwandlungen zur starken Kämpferin fällt mir ja sofort Helen aus der Göttlich-Trilogie ein. Die war so schüchtern und zurückhaltend und dann plötzlich bäm war sie das los und hatte (besonders im dritten Band) gefühlt hunderttausend Kräfte aber keine Schwachstelle.
    Bei den starken Persönlichkeiten ist es gar nicht einfach nur eine zu nennen, da gibt es ja mittlerweile wirklich viele. Neben denen die du schon genannt hast, fallen mir z.B. spontan Rosa aus Arkadien und Puck (Rot wie das Meer) ein, die nicht wie viele andere aus einer Dystopie stammen.
    Hinter den meisten Powerfrauen steht auch meist ein schweres Schicksal, was sie aus Liebe zu anderen oder Hoffnung für mehr Gerechtigkeit handeln lässt.

    Über deinen Kommentar bei mir habe ich nich übrigens sehr gefreut, auch wenn ich leider erst jetzt zum Antworten komme. Uni-Stress raubt einem leider viel Freizeit.
    Freut mich, dass dir mein Header gefällt, ist hauptsächlich eine Bearbeitung in Photoscape von einer Vorlage und meinem "Logo" :)

    Liebe Grüße
    Filo

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    1. Rose fand ich auch total toll. Ich muss eigentlich endlich mal zu Band 2 greifen.

      Kein Problem, das kenne ich nur zu gut :)

      LG
      Fina

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Ich freue mich sehr über Deine Meinung :)